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Historie

Die Geschichte des Hofes und der Familie Sosath reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück als im Jahr 1647 der erste Stammhalter urkundlich erwähnt wird.

Die Hofstelle der Familie befand sich von jeher in Depenfleth nahe der Weser. Ursprünglich bestand der Hof aus einem klassischen Bauernhaus mit vorderem Viehtrakt. Nach einem Brand im Jahr 1908 wurden das Wohnhaus sowie das Hauptstallgebäude so aufgebaut, wie sie in heutiger Form noch bestehen.

Auf dem Hof gab es immer einige Pferde. Diese fanden jedoch hauptsächlich als Arbeitstiere Verwendung, da der landwirtschaftliche Schwerpunkt des Betriebes auf der Milchviehhaltung und der Bullenmast sowie der Sauenhaltung und Schweinemast lag. Daneben gab es auch, wie für einen Bauernhof typisch, Gänse, Enten und Hühner.

Mit der Übergabe des Hofes von Heino an seinen Sohn Gerd Sosath im Jahr 1983 änderte sich die betriebliche Ausrichtung grundlegend. Den Schwerpunkt bildete von nun an die Pferdehaltung.

Während es in den ersten Jahren noch Schweine- und Bullenmast gab, nahm die Zahl der Pferde in den folgenden Jahren kontinuierlich zu. Pferde wurden hinzugekauft bzw. selbst gezogen, immer aber von Gerd Sosath geritten und auf Turnieren vorgestellt - vorranging  in Springprüfungen, aber auch in der Dressur und der Vielseitigkeit.

Der Bau der ersten Reithalle 1983 ermöglichte die Arbeit der Pferde zu jeder Zeit und bei jeder Wetterlage. Mit 15x35m war sie noch recht klein, reichte aber fürs Erste. Die zehn angrenzenden Boxen boten den Reitpferden zudem genügend Platz.

1985 wurde die Reithalle auf 15x50m erweitert und eine Führanlage errichtet. In den folgenden Jahren wurde immer weiter angebaut und saniert. Die Schweine- und Bullenställe wurden zu Pferdeboxen umfunktioniert. 1988 erfolgten der Bau einer Stroh- und Maschinenhalle sowie einer kleinen Reithalle zum Longieren.

Die Hengsthaltung entstand 1993, als der selbstgezogene Hengst Landwerder von Landadel gekört wurde. Er war der erste von drei gekörten Söhnen aus der Elitestute Fureida 2 in Anpaarung mit Landadel. Es folgte Landor S und dann der Siegerhengst Lagoheidor G. Landor S blieb auf dem Hof. Die Nachfrage nach ihm war so groß, dass eine Besamungsstation gebaut wurde, die 1997 die EU-Zulassung erhielt. Im selben Jahr wurde Landor S Bundeschampion der sechsjährigen Springpferde - mit seinem Züchter, Reiter und Besitzer Gerd Sosath. Das hatte es bis dato noch nicht gegeben und die große, auch internationale Nachfrage nach Sperma von Landor S bestätigte, dass der Bau der EU-Besamungsstation der richtige Weg war.

In den folgenden Jahren kamen immer mehr Hengste hinzu, ob selbstgezogen oder gekauft. Den Schwerpunkt im Hengstlot bildeten die Springpferde. Den Durchbruch in der Dressurpferdezucht schaffte 2002 der selbstgezogene Hengst Stedinger, der Oldenburger Siegerhengst wurde.

Im selben Jahr waren bereits zehn Vererber auf der Hengststation Sosath. Ein separater, heller und großer Hengststall mit Labor und Sprungraum wurde erbaut, der 2005 auf 20 Boxen erweitert wurde.

Den letzten Bauabschnitt markierte 2009 die neue Reitanlage. An der Stelle der ehemaligen Strohhalle wurden eine große Reithalle (25x60m) mit Casino, Wohnungen, Büro, Vorbereitungsraum und Stalltrakt sowie eine große Lagerhalle mit angrenzenden Offen-Laufställen für die jungen Pferde errichtet.

Inzwischen sind alle Familienmitglieder im Betrieb involviert und werden von einem Team motivierter und qualifizierter Mitarbeiter bei der Unterhaltung des Betriebes mit ca. 300 Pferden unterstützt.

 

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